ENIGMA (von griech. ainigma "Rätsel") wurde in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts von Arthur Scherbius entwickelt und im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen (in verschiedenen, verbesserten Typen) als Verschlüsselungsmaschine eingesetzt (u.a. in der U-Boot-Flotte).
In der Grundausstattung besteht die Enigma aus:
Beim Tippen einer Taste (z.B. 'A') wird zunächst das erste Rad um eine Position gedreht. Befand sich an dieser Position die Kerbe des Rades, wird auch das zweite Rad und ev. das dritte Rad bewegt (dabei bewegt sich das zweite Rad ebenfalls mit, es verschiebt sich also in diesem Fall um zwei Positionen).
Ein Strom fliesst nun von der Taste zu den Kontakten des ersten Rades auf der einen Seite und durch die innere Verkabelung (diese war bei allen Maschinen dieselbe) zu dem Kontakt auf der anderen Seite (z.B. 'W'). Dasselbe geschieht mit den folgenden beiden Rädern (z.B. 'V', dann 'A'). Vom dritten Rad wird der Strom über die Umkehrwalze, in welcher je zwei Kontakte miteinander verknüpft sind (z.B. 'A' und 'S'), wieder durch die drei Räder zurückgeleitet (z.B. 'R', dann 'C') und lässt schliesslich ein Lämpchen aufleuchten (z.B. 'G').
Da die Enigma reziprok arbeitet, entschlüsselt man einen Text, indem man ihn (mit denselben Grundeinstellungen) nochmals eingibt.
Der Benutzer konnte folgende Einstellungen vornehmen:
Eine Verschlüsselung lief zumeist folgendermassen ab:
Textgrundlage und Bilder: R.F. Churchhouse, Codes and ciphers, Cambridge 2002